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Advent, Weihnachten & Silvester:

Weihnachtliche Brände verhindern

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine der stimmungsvollsten Zeiten des Jahres. Lichterketten, Kerzen und Tannenbäume sorgen für festliche Atmosphäre. Doch gerade in diesen Wochen steigt auch die Gefahr von Wohnungsbränden stark an – oft durch unbeaufsichtigte Kerzen, trockene Bäume oder überlastete Steckdosen. Mit einfachen Massnahmen können Sie dafür sorgen, dass aus der festlichen Stimmung kein Feuerdrama wird.

zu allen Präventions-Tipps
Eine Familie verbringt einen warmen, fröhlichen Winterabend zusammen, umgeben von Kerzenlicht, Weihnachtsbaum und verschneiter Landschaft.

Warum steigt die Brandgefahr in der Advents- und Weihnachtszeit?

Kerzenlicht, Racletteöfeli, Fondue oder Feuerwerk gehören für viele zur Weihnachtszeit und Silvester. Gleichzeitig sind diese Dinge die häufigsten Brandursachen im Dezember. Trockene Adventskränze, ausgedörrte Christbäume oder defekte Lichterketten führen jedes Jahr zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr.

Die Feuerwehren im Kanton Zug rücken in dieser Zeit besonders häufig aus. Eine kleine Unachtsamkeit reicht und der Weihnachtsbaum steht in Flammen. Mit einfachen Regeln kann das Risiko deutlich gesenkt werden.

Unser Tipp: 
Rauchmelder prüfen. Denn sie retten Leben, wenn Sekunden zählen.

Adventskranz & Weihnachtsbaum: Brandgefahr erkennen und vermeiden

Adventskranz brennt: So beugen Sie vor

Ein trockener Adventskranz kann sich in Sekunden entzünden. Damit es gar nicht erst so weit kommt:

  • Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht für kurze Zeit.
  • Kranz regelmässig befeuchten, weil frisches Grün weniger leicht brennt.
  • Kerzen in standfesten, nicht brennbaren Haltern platzieren.
  • Genügend Abstand zu Vorhängen und Dekoration halten.
  • Kinder und Haustiere nie unbeaufsichtigt in der Nähe offener Flammen lassen.
  • Elektrische Kerzen sind besonders in Haushalten mit Kindern empfehlenswert. Hierzu unbedingt geprüfte Modelle (z. B. CE- oder VDE-Zeichen) verwenden.

Christbaum brennt: So verhindern Sie das Feuer unterm Baum

Ein Weihnachtsbaum kann sich in Sekunden vollständig entzünden, besonders, wenn er trocken ist.

  • Baum möglichst spät aufstellen und täglich wässern.
  • Auf Wachskerzen verzichten und geprüfte elektrische Lichterketten nutzen.
  • Standsichere Halterung verwenden, damit der Baum nicht kippt.
  • Kerzen nie direkt unter Zweigen anzünden.
  • Steckdosen nicht überlasten, besonders wenn mehrere Lichterketten betrieben werden.

Doch warum brennen Tannenbäume so schnell?
Harz und Trockenheit machen Tannennadeln extrem leicht entzündlich: bereits Funken oder Wärme können das Feuer starten.

Brennender Weihnachtsbaum – was tun?

Trotz aller Vorsicht kann es passieren: Der Weihnachtsbaum brennt. In diesem Fall zählt jede Sekunde.

  1. Ruhe bewahren und sofort die Feuerwehr alarmieren (118).
  2. Nur löschen, wenn keine Eigengefährdung besteht.
  3. Feuerlöscher, Löschdecke oder einen Eimer Wasser nutzen.
  4. Wohnung sofort verlassen, Türen hinter sich schliessen.
  5. Nachbarn warnen und Feuerwehr einweisen.

Wer zahlt, wenn der Weihnachtsbaum brennt?
In der Regel übernimmt die Gebäudeversicherung den Schaden, sofern keine grobe Fahrlässigkeit (z. B. unbeaufsichtigte Kerzen) vorliegt.

Silvester: Brandgefahr durch Feuerwerk und Fondue

Auch der Jahreswechsel birgt Risiken:

  • Feuerwerkskörper nur im Freien zünden – mit genügend Abstand zu Gebäuden, Bäumen und Autos.
  • Keine Raketen vom Balkon oder Fenster abfeuern.
  • Racletteöfen und Fondue-Caquelon nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Kerzen vor dem Schlafengehen löschen.
  • Alkohol und offenes Feuer sind keine gute Kombination.

Unser Tipp: 
Bereiten Sie einen Eimer Wasser oder Feuerlöscher vor, besonders wenn Sie draussen feiern.

Brandschutz-Tipps für die Festtage

Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen
  • Adventskranz feucht halten
  • Rauchmelder prüfen
  • Feuerlöscher & Löschdecke bereithalten
  • Elektrische Kerzen und Lichterketten nur mit Prüfsiegel verwenden
  • Steckdosen nicht überlasten
  • Feuerwerkskörper sicher verwenden
  • Feuerzeug & Zündhölzer kindersicher aufbewahren
  • Wohnung im Brandfall sofort verlassen
  • Notrufnummer 118 kennen

Trotz aller Vorsicht kann es zu einem Brand kommen. Dann zählt schnelle Hilfe. Die Feuerwehren im Kanton Zug sind rund um die Uhr einsatzbereit – egal ob in der Stadt oder auf dem Land.